Wo ist Rotkäppchen? (Signale 55-76)

Ein Wolf, ein Körbchen mit Kuchen und Wein, aber nirgends ein Rotkäppchen...

25. Techno Classica war auch für uns ein großer Erfolg

Den aufmerksamen Lesern unserer Publikation war das geplante Standthema zur Techno Classica spätestens seit dem Frühjahr kein Geheimnis mehr: Wir wollten eine Rallye-Szene gestalten.

Dank vieler fleißiger Hände und einer tollen Unterstützung unserer IFA-Freunde aus den Niederlanden und Köln gelang uns ein lebendiges Diorama.

Besucher hielten an unserem Stand an, um auch ja alle Feinheiten und jedes noch so kleine Detail entdecken zu können.

Vielen Dank an den Veranstalter der Techno Classica, der uns bisher in jedem Jahr den vorgezogenen Aufbau kostenfrei genehmigte. So konnten wir auch in diesem Jahr direkt Samstagmorgen durchstarten.

Als erstes wurde unsere Küche montiert. In diesem Jahr erstmals ein professionelles Messe-Kabuff, welches uns von Olav Siegert besorgt wurde. So ein kleiner Raum ist wirklich praktisch. Hier kann man seine Sachen abstellen und auch ein paar Lebensmittel lagern, einen Kaffee kochen und so weiter. Durch Olavs Einsatz entfiel erstmalig die zeitraubende Suche nach Restmaterialien von den professionellen Messebauern, aus denen sonst immer unser Hütte bestand.

Ungewöhnlich viele Helfer hatten sich zu unserem Aufbau eingefunden und so konnten wir auch direkt mit der Wandgestaltung beginnen. Dem Vorschlag von Jörg Siebert folgend, hatten wir uns für die Rückwand des Standes mit Fototapeten eingedeckt. Insgesamt fünf mal klebten wir also die jeweils 8 Bahnen des “Forest in the Morning” an die Wand. Das ging unglaublich schnell. Nur wirklich aufmerksame Betrachter fanden dann auch später heraus, dass unsere Rallye-Szene unmöglich auf der Erde spielen konnte: Immerhin brachen sich die Lichstrahlen von fünf Sonnen Bahn durch das Blätterwerk unseres Fotowaldes. Aber wer kleinlich ist, bleibt bei so einer Messe sowieso besser zu Hause…

Bereits am Abend des ersten Tages waren Räumchen, Hintergrund und sogar die Fußboden-gestaltung fertig. Für den Fußboden haben wir uns auf Bewährtes aus unserer Standgestaltung von 2007 besonnen: Eine schmale Waldstraße wurde aus Teerpappe imitiert und Stallstreu auf einer großen Folie als Waldboden verwendet.

Durch die Streu waren wir gezwungen, den Stand von dem Besuchergang abzugrenzen. Diese Abgrenzung stellte bei den Planungen ein größeres Problem dar. Mit den geliehenen Strohballen vom Pferdehof ließ sich dieses Problem jedoch hervorragend und halbwegs nachvollziehbar lösen.

Auch aus dem Ideenfundus reaktieviert: Baumscheiben und ein Holzstapel zur realistischen Gestaltung der Waldumgebung.

Als wir die Gestaltung unseres Standes erstmalig diskutierten, warf Martin Völz einen mittlerweile geradezu klassischen Satz ein: “Wichtig dabei ist ein Fuchs!”

Auch das war eine Anlehnung an unsere Waldcamping-Szene von vor sechs Jahren. Damals bevölkerten die Präparate eines Timberwolfes und eines Rotfuchses unseren Wald.

Das sollte auch 2013 wieder so sein. Michael Bluhm war sofort bereit, sich nach dem Verbleib des Wolfes zu erkundigen und Dirk Flach organisierte ein weiteres mal den mittlerweile ja messeerfahrenen Fuchs.

Da beim Publikum augenzwinkernd präsentierte Standthemen immer sehr gut ankommen, wurde damit auch die Idee geboren, der auch dieser Text seine Überschrift verdankt: “Wo ist Rotkäppchen?”.

Ein Korb mit Wein und Kuchen sollte es sein. Um die Besucher noch etwas schneller auf den Sinn dieser Dekoration aufmerksam zu machen, wurde der durch die Brüder Grimm überlieferte Wein kurzerhand in eine Flasche Sekt uminterpretiert. Das ging ganz leicht, den natürlich handelte es sich um eine Flasche Rotkäppchen-Sekt!

Etwas drastischere Darstellungen dieses Märchenthemas (die sogar vorsahen dem Wolf einen Arm ins Maul zu stecken!) unterließen wir. Stattdessen fragten wir die Besucher, ob der Wolf denn noch hungrig aussehe oder ob sie evtl. das Rotkäppchen gesehen hätten.

Das Hallo war meist groß und so konnten wir auch Besucher zum intensiven Betrachten unseres Standes bewegen, die sonst vermutlich recht zügig daran vorbei gegangen wären.

Am frühen Samstagnachmittag trafen die ersten beiden Wartburg auf unserem Stand ein. Wir sind den niederländischen IFA-Freunden um Paul Kievit unheimlich dankbar dafür, dass sie uns ihre wunderschönen Fahrzeuge zur Verfügung gestellt haben. Nach dem Pech mit den zuerst vorgesehenen Wartburg sah es schon ziemlich finster für unseren Stand aus. Doch wir erhielten Hilfe und trafen wirkliche Freunde.

Am Samstagabend kam auch noch der Wartburg 311 Rallye von Daniel Schulze auf den Stand. Daniel fährt gemeinsam mit einem weiteren Rallye-Enthusiasten mit diesem Fahrzeug sehr erfolgreich bei verschiedenen Sportveranstaltungen mit. So unter anderem bei der legendären Tulpen-Rallye. Daniel hatte uns vor ein paar Jahren auch schon mal mit einem anderen Schätzchen aus seiner Wartburg-Garage den Stand verschönert.

Vielen Dank an Euch alle, für die tollen und interessanten Fahrzeuge. Sie waren ein echter Hingucker.

Bereits am Sonntagabend war unser Stand komplett und wir hatten erstmals in den letzten Jahren Gelegenheit zu einem ausführlichen Messerundgang.

Kaum ein Besucher kann sich vorstellen, wie wenig die Aussteller selbst von der Messe sehen können. Dieses Mal jedoch konnten wir uns Zeit lassen und den anderen bei der Arbeit zusehen.

Am Dienstag gaben wir uns schließlich sogar frei und nutzten den Tag für ein ausführliches Kulturprogramm. Davon jedoch an anderer Stelle mehr.

 

Der Stand war uns wirklich gut gelungen. Die Besucher waren begeistert und teilten uns das auch immer wieder mit.

Auch die Jury, die auch 2013 wieder die schwere Aufgabe hatte alle Clubstände zu bewerten, belohnte unsere Mühe mit einem hervorragenden siebenten Platz.

Wie in jedem Jahr haben wir auch 2013 keinen Stand für einen Pokal entworfen. Und doch haben wir uns sehr gefreut unter den ersten 20, ja gar den ersten zehn zu sein. Ein tolles Ergebnis das wir allen fleißigen Helfern und Unterstützern verdanken, die sich auch in diesem Jahr wieder für die Techno Classica engagiert haben.

Ich möchte niemanden vergessen. Mehr als sonst haben sich Mitglieder und Freunde unserer Vereine in die Vorbereitung, die Durchführung und den Abbau unserer Präsentation eingebracht. Vielen herzlichen Dank dafür!

Diese Messe war wirklich motivierend. Ein Teamereignis, wie es nur wenige gibt.

 

/ Stephan Uske