Historie Eisenach

Kaum jemand weiß heute noch, dass in Eisenach die drittälteste deutsche Automobilfabrikation entstand. Nach Daimler und Benz im Süddeutschen Raum gründete der damals berühmte Kanonenkönig die Fahrzeugfabrik Eisenach und legte damit den Grundstein für eine bis heute andauernde Automobilproduktion.

Auf den folgenden Seiten beschreiben wir die Entstehungsgeschichte der Eisenacher Automobilherstellung von ihren Anfängen bis in die heutige Zeit.,

Das zweite Baumuster des ersten Wartburg-Motorwagen aus Eisenach

Wartburg Motorwagen

Die Quellen zu dieser Eisenacher Auto-Geschichte

Wir waren nicht dabei, als Heinrich Erhardt 1896 seine Fabrik in Eisenach gründete. Auch viele spätere Ereignisse fanden ohne uns statt. Daher musste wir uns selbst erst einmal informieren. Wie war das mit der Eisenacher Fahrzeugproduktion eigentlich? Im Anschluss eine Aufstellung unserer Informationsquellen, die wir für die nachfolgenden Texte genutzt haben. Wer mehr zum Thema wissen möchte kann sich also hier intensiver informieren:

Gedenkschrift von Horst Ihling

1991 brachte der Verein Automobilbaumuseum Eisenach eine Gedenkschrift heraus. Die Texte und ein großer Teil der Bilder in diesem Heft stammen von Horst Ihling. Kurz und unterhaltsam beschreibt er die Autogeschichte von Eisenach.

Der Deutsche Strassenverkehr

Der Deutsche Straßenverkehr - die Autozeitschrift in der DDR - wendet sich öfter dem Thema Wartburg zu. Das Titelbild der Ausgabe 10´79 steht daher stellvertretend für alle anderen Ausgaben. Mehr Informationen als in diesem Heft gab es in den Ausgaben 01 von 1956 und 09 von 1957

Prototypen und Versuchsfahrzeuge II (Signale 68-89)

Wartburg P100

Entwicklung von Alternativen zum BM 353

In der letzten Ausgabe berichtete Dirk Köhne von der Entwicklung des Baumusters 353 und einigen Versuchsmustern aus der 353-Familie. Der nun vorliegende Teil beschäftigt sich mit der Zeit vor dem Wartburg 353.

Prototypen und Versuchsfahrzeuge (Signale 67-88)

Holzmodell BM 353 Limousine; Maßstab 1:5 (Archiv Dirk Köhne)

Teil 1 – Entwicklung des Serienmodells Baumuster (BM) 353

Folgende Bilder zeigen Prototypen, die zur Entwicklung des 353 entstanden sind. Teilweise sind komplette Fahrzeuge, aber auch Holzmodelle (auch im Maßstab 1:5) oder dreidimensionale Zeichnungen vertreten.

Hans Fleischer (Signale 67-88)

Hans Fleischer an seinem Arbeitsplatz (Archiv Michael Stück)

Der Mann, der dem Wartburg Gestalt gab

Moderne Industrieprodukte entstehen überwiegend nicht durch Zufall oder das Genie einer einzelnen Person. Vielmehr sind sie das Ergebnis von oft langjährigen Prozessen, die von der Idee, ihrer kommerziellen, technischen, ökologischen

Der Markenname Dixi

Das Logo der Fahrzeugfabrik-Eisenach mit Dixi-Emblem

1904 - 1929
1904 bauten die Thüringer ihre erste, eigene Neukonstruktion. Der Markenname “DIXI" wurde eingeführt.
Unter diesem Zeichen entstanden bis 1928 zusammen 17 Bus- und Lkw-Typen und 26 verschiedene Pkw´s.
Das waren tausende von Kraftfahrzeugen, die die Werkhallen verließen.

Dixi und die Gothaer Waggonfabrik

Dixi-Logo

1921 - 1929
Zum Dixi-Kühleremblem gesellte sich 1921 der Zentaur. Und zur Fahrzeugfabrik ein neuer, finanzstarker Partner - die Gothaer Waggonfabrik (stellte u.a. Straßenbahnen her - bei besonderen Anlässen zu sehen heute noch manchmal in Naumburg an der Saale und an anderen Orten der ehem. DDR)

Ein Motorradhersteller fährt Auto

BMW-Logo der 1930er Jahre

BMW in Eisenach (1928-1945)

 

Auch wenn der Dixi DA1 nur zu sparsam konstruiert war - blattgefederte Starrachsen und der einfache Karrosserieaufbau waren im Dezember 1927 bei weitem nicht mehr der neueste Stand der Technik - wird er ein riesiger Verkaufserfolg. Außerdem konnten der Dixi-Fahrer auf ein dicht aufgebautes Servicenetz von Werkstätten und Händlern zurückgreifen. Zwei von vielen Gründen, warum sich ausgerechnet ein bayrischer Motorradspezialist für die Eisenacher Produktionsstätten interessierte.

Auferstanden aus Ruinen - Der Beginn nach 1945

Das EMW-Logo

Nach der Kapitulation der Nationalsozialisten zogen die Amerikaner die Fäden in Eisenach. Entgegen den Vereinbarungen der Alliierten in Malta waren sie bis nach Mitteldeutschland vorgedrungen, um sich vor den Sowjets die Beute aus dem wirtschaftlich wichtigen Teil Deutschlands zu erhalten. Ziel war es damals auch Konstruktionspläne, Entwicklungsunterlagen, Produktionsmittel und Ingenieure etc. für sich zu sichern.

Ein Markenname muss sich ändern

EMW-Logo

1951 - 1955
Was tat sich derweil im Münchener Stammhaus von BMW? Die erfolgreichen Autos aus der Vorkriegszeit kamen ausschließlich aus Eisenach. In München wurden vor dem Krieg Motorräder gebaut und Luftschiffe und Aggregate für Flugzeuge entwickelt. Mit Mühe konnte die Motorradproduktion wieder aufgenommen werden. Da trifft es direkt an der schlimmsten Stelle, daß das frühere Zweigwerk aus Eisenach erfolgreich in den westlichen Zonen und in die europäischen Nachbarländer exportiert.

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